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Die Errichtung der Wehranlage

Die Geschichte der Friedhofsburgen geht fast bis ins Dunkel germanischer Frühgeschichte zurück, als das Volk in Zeiten der Not hinter Ringwällen und in Fliehburgen (z. B. Hetzleser Berg und Ehrenburg) Schutz suchte.
Die Blütezeit für die Friedhofsburgen fällt in das 15. und 16. Jahrhundert, als der lebenskräftige Bauernstand gezwungen war, sich mit Wehr und Waffen zu versehen.
Es wäre denkbar, daß Effeltrich auch unter den Einfällen der Hussiten in das fränkische Land zu leiden hatte (um 1420). Sicher ist jedoch, dass Effeltrich im sogenannten markgräflichen Krieg (1552) arg mitgenommen wurde. Damals kämpften die Fürsten gegen die Städte.
Die Effeltricher Friedhofsfestung dürfte gegen Ende des 15. Jahrhunderts entstanden sein. Die dabei aufgewendete Mühe machte sich schon in dem bereits erwähnten Markgrafenkrieg von 1552 bezahlt. Markgraf Albrecht Alcibades von Brandenburg-Kulmbach überrumpelte und plünderte die Stadt Forchheim, Effeltrich aber äscherte er ein. Wahrscheinlich hat ihm die Friedhofsburg entsprechend Trutz geboten, denn am Mauerwerk sind keine Brandspuren zu entdecken. So mag er aus Rache über die geringe Beute seinen Zorn an den Bauernhäusern ausgelassen haben.
Auch der Dreißigjährige Krieg hat Effeltrich, das an der Heerstraße Forchheim - Oberpfalz lag, nicht verschont; im Laufe der Jahre wurde dem Dorfe übel mitgespielt. Im Jahre 1591 hatte Effeltrich bereits 73 Herdstätten aufzuweisen, während deren Zahl noch zwei Jahrhunderte später (1799) kaum angewachsen war.
Wir können zusammenfassend sagen, dass Effeltrich besonders unter dem räuberischen Markgrafen Albrecht Alcibiades, aber ebensosehr durch die Pest und endlich im Dreißigjährigen Krieg am ärgsten zu leiden hatte.
Als später diese Schutz- und Trutzanlagen den modernen Waffen keinen ernstlichen Widerstand mehr zu bieten vermochten, wurden die Mauern zum Teil abgebrochen.

Das ist nicht lustig.